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Demenz

Als Demenz bezeichnet man in der Medizin einen anhaltenden oder fortschreitenden Zustand herabgesetzter Fähigkeiten in den Bereichen des Gedächtnisses, des Denkens und anderer höherer Leistungen des Gehirns. Gewöhnlich kommt es auch zu Veränderungen im Bereich des zwischenmenschlichen Verhaltens und des Antriebs.
Die Demenz ist ein Muster von Symptomen, das eine unterschiedliche Gestalt und Ausprägung haben kann.
Der Begriff bezieht sich weder auf eine bestimmte Krankheit noch auf ausschließlich schwere Formen des intellektuellen Abbaus.

Rund 80% aller Demenzzustände werden durch Krankheiten des Gehirns hervorgerufen, bei denen aus teilweise noch unbekannten Gründen zahlreiche Nervenzellen und Nervenzellverbindungen allmählich zu Grunde gehen. In der Medizin spricht man von Neuro-Degenerationen.

Die häufigste Neuro-Degeneration ist die Alzheimer-Krankheit. An zweiter Stelle der Demenzursachen stehen Krankheiten der hirnversorgenden Blutgefäße, die zu Durchblutungsstörungen führen und dadurch eine Zerstörung von Hirngewebe hervorrufen. Darüber hinaus gibt es einige wenige, relativ seltene Ursachen der Demenz. Nur wenige davon sind rückbildungsfähig.

Quelle:

Kurz (2012). Das Wichtigste über die Alzheimer-Krankheit und andere Demenzformen. Ein kompakter Ratgeber. 22. aktualisierte Aufl. Berlin: Deutsche Alzheimer Gesellschaft e. V., S. 5f.